Wie Ihr wisst, habe ich zwei Kinder. Emily ist 5 Jahre alt, und Maximilian knapp 10 Monate alt.

Ich muss gestehen, dass ich zwei sehr gute „Schläfer“ habe. Aber bis sie richtig gut und stabil geschlafen hatten, hat es ein wenig gedauert.

Bevor ich hier aber weiter schreibe, möchte ich vorab betonen, dass ich nicht vom Fach, sondern „nur“ eine einfache Mama bin. Es handelt sich hier um einfache Tipps, die bei uns funktioniert haben. Gerne gebe ich Euch diese Tipps weiter. Aber erwartet von mir nicht, dass ich das Allheilmittel und die Lösung des gesegneten Schlafes für ein Baby habe, welches mit ein paar Tagen bereits durchschläft. Da muss ich Euch leider enttäuschen.

Der ultimative Tipp: RITUALE

Schon meine Hebamme sagte mir, dass es für Babys sehr wichtig ist, Rituale zu haben, da ihnen diese helfen, sich auf der Welt zurecht zu finden. Also habe ich angefangen, Rituale für meine Kinder einzuführen.

Als Maximilian so ca. 3 Monate alt war, war es vorbei mit Schlafen, Trinken, Schlafen… Er wurde wacher und aktiver. Und somit klappte es nicht mehr, dass er überall und zu jeder Zeit ausreichend geschlafen hatte. Er führte quasi das 20-Minuten-Nickerchen ein! Das Ende vom Lied? – Er war unausgeglichen, reizbar und chronisch schlecht gelaunt. Verständlich, denn er war müde.

So fing ich dann an, einen gleichbleibenden Rhythmus für den Tag vorzugeben. Bei uns ist dieser nicht so flexibel, da wir ja die Große haben, die in den Kindergarten gebracht und wieder abgeholt werden muss. Aber im Großen und Ganzen, kann jeder das genau so umsetzen – eventuell zeitlich etwas anders gestaltet.

Anfangs machen die meisten Babys ja zwei längere Schläfchen. Eines am Vormittag, ein weiteres meist am Nachmittag oder Mittag. Bei uns in der Regel von 9.30 Uhr – 10.00 Uhr und von 12.30 Uhr – 14.30/15.00 Uhr.

Für das Vormittagsschläfchen nutzen wir gezwungenermaßen den Kinderwagen, da wir unterwegs sind um Emily in den Kindergarten zu bringen. Da bietet es sich an, dass der kleine Mann im Wagen schlummert. Und Mama hat dann auch gleich noch etwas für sich getan. Denn wir nutzen dann diese Zeit für einen Spaziergang an der frischen Luft. Und sind wir doch mal ehrlich. Frische Luft tut einfach gut, wenn Mama mal wieder müde ist 🙂

Beim Mittagsschlaf sieht es dann etwas anders aus. Nach seinem Mittagsbrei darf der kleine Racker nochmals ordentlich toben und krabbeln. Das macht schön müde! Wenn ich merke, dass er müde ist, fange ich den Wirbelwind ein und er kommt in sein Zimmer. Dort wird er frisch gewickelt, in den Schlafsack gesteckt. Ich dunkle dann sein Zimmer noch ab und lege ihn in sein Bettchen. (Ja, er schläft in seinem eigenen Zimmer. Bei uns war er zu unruhig!) Meist möchte er noch kurz gestreichelt werden. Dabei erkläre ich ihm, dass Zeit für seine „Siesta“ ist und gehe aus dem Zimmer.

Meistens klappt dies. Manchmal aber auch nicht. Dann bleibe ich bei ihm, denn ich lasse meine Kinder nicht schreien! Das mag der Eine oder Andere vielleicht anders sehen, wir jedoch nicht. Er wird dann nochmals gekuschelt und erneut ins Bettchen gelegt. Zur Not bleibe ich oder der Papa dann, bis er eingeschlafen ist. Das dauert in der Regal aber nicht lange.

Am Abend ist das Ritual ähnlich. Nach dem Abendbrei wird nochmals mit Papa gekuschelt, bevor es in sein Zimmer geht und wir den jungen Mann fein für sein Bettchen machen. Er wird gewaschen und bekommt manchmal noch eine kleine Massage mit einer wohlriechenden Creme, vorhandene Zähnchen werden geputzt, Schlafanzug und Schlafsack werden angezogen, Rolladen werden runtergelassen und das Knöpfchen wandert in sein Bett, genau wie am Mittag.

Das waren sie eigentlich schon, meine Tipps und Tricks, die ich von meiner Hebamme bekommen hatte, aber die mir ungemein das Leben erleichtert haben.

Mit Hilfe dieser kleinen Rituale habe ich es geschafft, dass meine beiden Kinder hervorragend schlafen. Klar, es gibt auch schlechte Nächte, weil Zähnchen sich anbahnen, schlechte Träume vorhanden sind, oder Entwicklungsschübe sich andeuten. Aber im Großen und Ganzen schlafen sie gut – beide!.

Und für den Fall, dass  nun einer sagt, Kinder müssen grundsätzlich alleine Einschlafen, sonst können sie sich nicht selbst regulieren… Dazu kann ich nur folgendes sagen:

Meine Große musste sich nie in den Schlaf weinen. Wenn sie nicht alleine einschlafen konnte, sind mein Mann oder ich bei ihr geblieben. Und jetzt schläft sie trotzdem ganz alleine ein 😉

Und das Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ finde ich nur grausam und schrecklich.

In diesem Sinne – wünsche ich Euch viel Spaß mit meinen Tipps und Tricks. Und wer weiß, vielleicht helfen sie Euch auch. Und denkt immer daran – IRGENDWANN SCHLÄFT JEDES KIND!

Schreibt mir doch einfach in den Kommentaren, welche Tricks ihr so anwendet, damit Eure Kinder gut schlafen können – ich würde mich freuen, von Euch etwas zu erfahren

Eure Tanja